„Ich verstehe meine Kunst als direktes Abbild meiner eigenen Seelenwelt. Die Töne, die dem Konzert entspringen, das manchmal leiser, manchmal lauter, aber immerdar in meinem Inneren gespielt wird, können beim Innehalten vom Betrachtenden bewusst wahrgenommen und nachempfunden werden.
Die Werke laden dazu ein, sich in die Stromschnellen des Lebens zu wagen, die gefühlvollen Meerestiefen des Seins zu erkunden – und sich als Dirigent:in der eigenen Komposition zu begegnen.
Malerisch und mit einem poetischen Grundrauschen werden Emotionen freigesetzt, die wie taufrische Nebeltropfen nur darauf gewartet haben, von der Morgensonne geküsst zu werden.“
Biografie
Steffen Schwien ist ein Bildender Künstler aus Norddeutschland, dessen expressionistische Gemälde im Rahmen zahlreicher nationaler und internationaler Ausstellungen bereits viele Menschen berühren konnten. Seine Werke vereinen emotionale Tiefe mit einer oft harmonischen, mitunter aber auch explosiven Bildsprache – mal leise und kontemplativ, mal kraftvoll und aufwühlend. Die unverkennbare Handschrift seines Schaffens, intensiv, feinfühlig und voller Charakter, findet breite Anerkennung, auch bei Kurator:innen und Kunsthistoriker:innen. Die „Strahlkraft seines künstlerischen Ausdrucks“ sowie die „expressive Profundität seiner Bilder“ wurden im Rahmen seiner ersten institutionellen Ausstellung durch die Direktorin des Ostholstein-Museums besonders hervorgehoben.
Sein unverwechselbarer Ansatz, bei dem Farbe mit Hitze in Dialog tritt, macht den Malprozess selbst zum Erlebnis: Der Fluss des Lebens und das treibende innere Feuer, zentrale Kräfte in Schwiens Schaffen, finden ihren Ausdruck in flüssigen Acrylfarben und brennenden Bunsenbrennern, mit denen er seine charakteristischen Farbverläufe und strukturellen Tiefen erzeugt. Dieses Spannungsfeld aus Intuition, Energie und Kontrolle verleiht seinen Bildern ihre unverkennbare Authentizität.
Als Autodidakt, 1992 in Eutin geboren und heute mit Atelier in Ostholstein, versteht Schwien die Kunst als existenziellen Lebenssinn. Seine Werke, tief verwurzelt im eigenen Empfinden, fungieren als seelisches Sprachrohr und machen Gedanken ebenso sichtbar wie Gefühle – unmittelbar, unverstellt und voller Ausdruck. Dabei ist sein künstlerisches Schaffen nicht ausschließlich introspektiv: In Werkreihen wie „Human“ artikuliert Schwien auch politische und gesellschaftliche Themen, die ihn bewegen. Ergänzend zur Malerei schreibt er Lyrik, die sich auf vielschichtige Weise mit seinen Bildern verbindet und das Unsagbare in Worte fasst. Mit großem Einfühlungsvermögen und einem feinen Gespür für emotionale Zwischentöne gelingt es ihm, über Bild und Sprache mit der Welt in Resonanz zu treten.